Ritterschaftliches Stift Kaufungen

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Mittelpunkt des Ritterschaftlichen Stifts Kaufungen

sind das gotische Herrenhaus und die Stiftsrenterei,

die aus dem Jahre 1606 stammen und in

Oberkaufungen direkt neben der Stiftkirche liegen.Im

Jahre 1996 wurden das Herrenhaus und die Renterei

aufwendig renoviert und beherbergen die Verwaltung

des Stifts mit Försterei und Buchhaltung.


Die Aufgaben des Stifts sind - neben der Unterhaltung der unter Denkmalschutz stehenden Stiftsgebäude und der Stiftskirche - sozialer Art. Es werden ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke verfolgt.Aufgrund des Status einer Stiftung dürfen keine Gewinne erzielt werden. Hauptverpflichtung ist wie seit den Anfängen des Stiftes, die Versorgung bedürftiger Damen nach den Richtsätzen der Sozialämter.

Mitglieder des Stiftes sind die berechtigten Geschlechter der Althessischen Ritterschaft. An erster Stelle der Althessischen Ritterschaft steht der Erbmarschall. Der Vizemarschall, zurzeit Herr Waitz v. Eschen hat den Vorsitz bei ritterschaftlichen und Stiftsangelegenheiten zur Aufgabe. Von den berechtigten Mitgliedern des Stiftes werden drei gleichberechtigte Obervorsteher gewählt, deren Aufgaben die Verwaltung des Stifts ist. Obervorsteher sind zurzeit Herr v. Trott; Herr v. Boyneburgk und Herr v. Schenck zu Schweinsberg. Den drei Obervorstehern steht der Stiftrat, der mit dem heutigen Aufsichtsrat zu vergleichen ist, zur Seite. Er setzt sich aus dem Vizemarshall und sechs so genannten Stromdeputierten zusammen. Die sechs hessischen Ströme Diemel, Fulda, Lahn, Ohm, Schwalm und Werra und die dort mit ihrem Grundbesitz gelegenen Familien haben für jeden Strom einen Deputierten, der ihre belange vertritt.